Weinbauregion Saale/Unstrut
In einer Urkunde aus dem Jahr 1209 wird der Weinbau am Süßen See erstmals erwähnt. Durch die Urbarmachung brachliegender Hänge, deren Terrassierung und den Bau von Weinbergmauern, sogenannten Steinbänken, wurde das Landschaftsbild auch an der Weida und an den Mansfelder Seen umgestaltet. Nachweislich waren im 16. Jahrhundert die Hänge an den Nordufern vom Süßen See, Salzigen See und Bindersee von Eisleben bis Langenbogen terrassiert und mit Wein bepflanzt. Wenn der Mansfelder Anbau sich bis in die Gegenwart erhielt, so dank der günstigen klimatischen Bedeutungen und besonders der Wärmespeicherfähigkeit der Seen. Allerdings ist der Weinanbau stets nur Nebenerwerbszweig gewesen. So sind die Orte, welche Trauben oder Weinstock in ihrem Wappen führen, nie Weinbauorte im eigentlichen Sinn geworden. Um den Süßen See wird inzwischen verstärkt Wein angebaut. Man bearbeitet hier das nördlichste zusammenhängende Weinbaugebiet Deutschlands mit einer Rebfläche von ca. 88 ha. Von Langenbogen über Rollsdorf bis nach Seeburg und Höhnstedt erstrecken sich malerisch die Weinberge an den steilen Süd- und Südwesthängen. Abwechslungsreiche Naturlandschaften mit ausgedehnten Feldern, Wäldern, Obst- und Weinplantagen erwarten die Besucher und am Wochenende laden hier die verschiedensten Straußenwirtschaften der Weinregion Mansfelder Seen zum Verweilen ein.
Für die kleine Weinkunde im nördlichsten Weinanbaugebiet Deutschlands stöbern Sie doch mal bei den Winzern in Rollsdorf oder Höhnstedt: Weingut Born, Weingut Hoffmann, Weingut Rollsdorfer Mühle oder beim Obsthof Aseleben.
Tipps und Ziele - An der Weinstraße Mansfelder Seen.